 |
 |
| 6. Tag der offenen Backstube
am Sonntag, dem 1. Mai 2011, bei wolkenlosem Himmel |
 Der
Duft von frischem Gebäck strömt aus der Backstube der Stadtbäckerei
Westerhorstmann: 80 Mitarbeiter aus dem Betrieb sowie den umliegenden Filialen
füllen Mehl aus insgesamt vierzig Tonnen schweren Silos ab. Andere
rühren in 120-kg-Behältern Teig an, formen Brote daraus und backen
sie auf den fast 150 Quadratmetern Ofenfläche. Beim sechsten Tag der
offenen Backstube besuchen mehrere hundert Kinder mit ihren Eltern den
Betrieb, schauen den Bäckermeistern und Konditoren über die Schulter
und feieren ein Hoffest.
„Viele Leute
glauben in Zeiten von Aufback-Brötchen nicht mehr, dass wir selber
backen können“, erklärt Verkaufsleiter Marco Smets. An zwölf
Tischen konnten sich aber auch die Kinder als Bäcker versuchen: Mit
Nüssen, Liebesperlen, Rosinen und Schokolade konnten sie Teilchen
nach ihren eigenen Wünschen gestalten. Vor der Backstube zeigt die
fünfjährige Anna-Lisa stolz das Ergebnis: „Ich habe das nicht
zum ersten Mal gemacht“, erklärt das Mädchen, das eine Schokoladenfledermaus
gebacken hat. „Aber noch nie in einer richtigen Backstube.“ Natürlich
muss der Tagesablauf in der Backstube trotz der vielen Gäste normal
weitergehen. Bis zu 6000 Brote, 1200 Stuten und 30000 Brötchen backen
die Mitarbeiter am Wochenende, sagt Verkaufsleiter Smets.
Damit alles
hygienisch bleibt, bekommen alle Besucher sterile Plastikjacken und einen
Papierhut - und können sich so wie echte Bäckermeister fühlen.
„Wir haben keine Geheimnisse vor unseren Kunden“, erklärt Geschäftsführer
Frank Westerhorstmann-Bachhausen.
Das Fest
mit Kinderschminken, Hindernis-Hüpfburg und einem gelungenen Auftritt
von Mundart-Sänger Dirk Kögeler nutze die Stadtbäckerei
noch für einen guten Zweck. Für 1111,11 Euro ersteigerte die
Stadtbäckerei das Trikot des australischen Nationalspielers Robbie
Kruse, der bald für Fortuna Düsseldorf spielen wird. Das Geld
kommt der Kinderkrebsklinik Düsseldorf zu Gute. Eine Autogrammstunde
der aktuellen Spieler Maximilian Beister und Ken Ilsø zog große
und kleine Fans an. Sie hielten T-Shirts, Schuhe und Trikots zur begehrten
Unterschrift bereit.
Die Besucher konnten
im Stadtbäcker-Café bei Live-Musik der Peter-Weisheit-Band
Kaffee und Kuchenspezialitäten genießen. Wer es lieber deftig
mochte, wurde am Grillstand fündig oder konnte sich ein kühles
Altbier vom Fass schmecken lassen.
„Wir wollen
den Kunden zeigen, wo ihre Backwaren herkommen“, sagt der Geschäftsführer.
„Und mit so einem Fest wird es noch schöner.“
Ein ShuttleBus
brachte die Besucher bequem und kostenlos zur Backstube.
Als Fazit
bleibt wieder nur eins zu sagen: Wir freuen uns schon aufs nächste
Jahr!
(Text teilweise von Ricarda Maass/RP) |

 
|
 |
 |