Stadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei WesterhorstmannStadtbäckerei Westerhorstmann
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Mit Qualität profiliert (BÄKO-Magazin, 2006)
Mit dem Umzug in eine neue Produktionsstätte wagte Frank Westerhorstmann-Bachhausen, Inhaber der Stadtbäckerei Westerhorstmann in Düsseldorf, einen Schritt in Richtung Zukunftssicherung. Mit hoher Qualität hat sich der Betrieb im hart umkämpften Markt etabliert.
Diebisherige Backstube der Stadtbäckerei wurde 1905 erbaut und war in einem reinen Wohngebiet angesiedelt. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts wurde insgesamt achtmal angebaut. "Dennoch war dort kein vernünftiges Arbeiten mehr möglich, zumal die Produktionsfläche einfach zu klein war", erzählt Inhaber Frank Bachhausen.
ProduktionshalleBachhausen liebäugelte daher mit einem Neubau. Auf der Suche nach einer neuen Produktionsstätte wurde er schließlich ganz in der Nähe seines bisherigen Betriebes fündig und erwarb dort ein 4 000 qm großes Grundstück mit einer Lagerhalle. Im Oktober 2004 erfolgte die Unterzeichnung des Kaufvertrages. Zudem sicherte sich Bachhausen das Vorkaufsrecht für ein 1500 qm großes Nachbargrundstück.
Zusammenmit der Firma Dietrich Fertigbau als Generalunternehmer wurde der Umbau in Angriff genommen. Die Baufirma hat sich auf den Bau von Bäckereien spezialisiert, so dass Bachhausen von deren vielfältigen Erfahrungen profitierte. Zudem hatte er im Vorfeld mehrere Betriebe besichtigt, um Anregungen zu bekommen.
DieVorgaben des Bauherrn wurden zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt, das entstandene Gebäude kann sich sehen lassen. "Die Arbeiten wurden fristgerecht abgeschlossen und alles ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe", betont der Bauherr. "Im Grunde handelt es sich um einen Neubau", erläutert André Hartl, GF von Dietrich Fertigbau, "denn nur die vier Außenwände und die Stahlbinder blieben erhalten. Decke und Boden wurden komplett erneuert."
Auffallendist zudem, dass die Produktionshalle modular aufgebaut ist, auf Zwischenwände  wurde verzichtet. Bei Bedarf können die Maschinen umgestellt werden, denn die notwendigen Anschlüsse sind überall vorhanden und wurden großzügig ausgelegt. Vorausschauend wurden auch Reserveflächen nebst Anschlüssen für weitere Backöfen bzw. Kühlzellen vorgesehen.
Im seitlichen Teil der Halle und von der Produktion getrennt, wurden die Verwaltung, die Sozialräume, ein Schulungsraum, ein Lager- und Siloraum sowie ein Raum für Technik und Kälteaggregate untergebracht.
Aufdieser Seite der Halle wurde ein Anbau, der auf die Grenze gebaut worden war, abgerissen, um den Betriebsablauf zu verbessern. Die Silos und das Rohstofflager können somit direkt von Lkws angefahren werden. Der vordere Teil der Halle wurde für die Expedition vorgesehen. Dort wurden vier Rolltore eingebaut. Die Fahrzeuge werden mithilfe von Verladebrücken beladen. "Die Ladekante unserer Fahrzeuge beträgt nur 42 cm, denn ich lasse diese eigens von einem örtlichen Unternehmen fertigen", berichtet der Bäckermeister. "Auch mehrere meiner Kollegen haben sich dort schon Fahrzeuge bauen lassen." Die in die Dachkonstruktion integrierte, ca. 5 m breite Lichtstraße erstreckt sich über die gesamte Hallenlänge und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre bei Tageslicht.
Backbetrieb wieder in Familienhand
FrankBachhausen stammt aus einer Bäckerfamilie, die genau vor einhundert Jahren in Düsseldorf mit dem Backen begann. Seit 1972 war der Familienbetrieb jedoch verpachtet. Nach Abschluss seines Studiums entschloss sich Bachhausen zur Selbstständigkeit und übernahm 1994 den Betrieb, der als Stadtbäckerei firmierte und zu der fünf Verkaufsstellen gehörten, in vierter Generation. 1995 absolvierte er die Meisterprüfung.
Inder Folge modernisierte er das Erscheinungsbild. "Viele rieten mir damals davon ab, Blau und Gelb als Firmenfarben zu verwenden", erzählt Bachhausen lachend. Der Jungunternehmer setzte auf moderates Wachstum. Heute gehören 15 Filialen zum Betrieb. Diese decken den Süden Düsseldorfs gut ab und arbeiten relativ eigenständig (z. B. individuelle Dekoration). Außerdem werden zwei Märkte beschickt. Einer weiteren Expansion steht Bachhausen nicht ablehnend gegenüber: "Ich kann expandieren, muss aber nicht. Der Standort und der Deckungsbeitrag müssen stimmen." Hohe Qualität steht im Vordergrund.
DemQualitätsaspekt widmet Bachhausen hohe Aufmerksamkeit. "Hohe Qualität erfordert qualifizierte und gut ausgebildete Mitarbeiter", betont der Inhaber. Deshalb sind heute allein sieben Bäckermeister im Betrieb tätig, drei davon absolvierten in der Stadtbäckerei ihre Ausbildung.
Einweiterer Erfolgsgarant sind hochwertige Rohstoffe. Diese bezieht der Bäckermeister von einem leistungsstarken Partner, nämlich der BÄKO Düsseldorf. Er gehörte fünf Jahre dem Vorstand der Genossenschaft an und ist seit Jahresmitte deren Aufsichtsratsvorsitzender. Zudem ist Bachhausen seit drei Jahren AR-Mitglied der BÄKO-Zentrale Nord.
Für Bachhausen ist es keine Frage, dass aus Qualitätsgründen mit Vorteigen und hauseigenem Sauerteig gearbeitet wird. Der Sauer wird direkt im Kessel angesetzt.
BackwarenSortiment mit deutlichem Bäckereischwerpunkt
DerLöwenanteil des Umsatzes wird mit Brot und Brötchen erzielt. Pro Tag gehen bis zu 20 000 Schnittbrötchen über die Ladentheken, an den Wochenenden sogar noch mehr. "Durch die hohe Qualität unserer Brötchen haben wir uns in den vergangenen zwölf Jahren einen großen Stammkundenanteil geschaffen", berichtet Sandra Bachhausen, die ursprünglich zur Bankfachwirtin ausgebildet worden war.
ImSegment Brot haben die Bachhausens kürzlich mit der Schaffung von Marken begonnen. Für das "Dampfofenbrot", das einen hohen Roggenanteil und eine kräftige Kruste aufweist, wurde ein Logo mit einer lachenden Lok geschaffen.
"Dashat sich gut bei den Kunden eingeprägt, die Nachfrage ist gut", bestätigt Bachhausen.
In allen Verkaufsstellen werden bäckertypische Snacks angeboten. Diese werden grundsätzlich vor Ort frisch zubereitet. Das Handelswarenangebot in den Geschäften beschränkt sich auf Kaffee und Erfrischungsgetränke, die den Kunden in Glastürkühlschränken präsentiert werden.
Auch Discounter scheinen der Stadtbäckerei nicht viel anhaben zu können. "In der Nähe von drei unserer Filialen haben welche aufgemacht", erzählt Bachhausen. "Zunächst ging der Umsatz etwas herunter, war aber nach vier Wochen wieder auf dem alten Niveau."
Insgesamtstehen 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Gehaltsliste, davon sind etwa ein Viertel in der Produktion tätig. Derzeit werden 12 Lehrlinge ausgebildet. Zur Führungsebene gehören neben dem Inhaber zwei Produktions- und ein Verkaufsleiter, die für ihre jeweiligen Bereiche verantwortlich sind und auch selbstständig Mitarbeiter einstellen dürfen. Die Mitarbeiter werden, wann immer möglich, in die Verantwortung eingebunden. "Die Mitarbeiter sind dadurch motivierter und zufriedener", betont der BM.
BackstubeModerne Technik in der Backstube
Backöfenund Maschinen wurden zum größten Teil aus der alten Backstube mitgebracht. Den Umzug, der Mitte August 2005 fristgerecht vollzogen wurde, organisierten die Mitarbeiter der Stadtbäckerei in Eigenregie. Zu den bereits vorhandenen beiden Stikkenöfen kamen zwei neue Doppelstikken und zwei Ringrohr-Etagenöfen mit Beschickungsroboter von Hein hinzu. Die Etagenöfen bieten 45 qm Backfläche, die Stikkenöfen ca. 40 qm. "Das Backen im Ringrohrofen ist gut für die Qualität unserer Backwaren", weiß Bachhausen zu berichten.
DieKühlzellen wurden gegenüber der Backstraße angeordnet, wobei die vorhandene Anlage in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Kühlanlagenbauer erweitert wurde. Für die Herstellung der Schnittbrötchen steht eine eigens von WP-L/Kemper konzipierte Anlage zur Verfügung. Die Rohstoffe werden mittels Verwiegung bereit gestellt. Für die wichtigsten Mehlsorten stehen vier 10 t-Silos zur Verfügung.
DerSchulungsraum wird intensiv für interne und externe Veranstaltungen genutzt und ist mit modernster Technik (z. B. Beamer) ausgestattet. Für Schulungen zum Thema Ladenbacken ist ein Ladenbackofen vorhanden.
"Mindestenseinmal in der Woche kommt eine Kindergartengruppe zu Besuch. Mit den Kindern können wir im Schulungsraum backen", ergänzt Bachhausen.
Aufgrundder Qualitätsphilosophie und des modernen Neubaus ist die Stadtbäckerei für die Zukunft bestens gerüstet.
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